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Faserkunde

Faserkunde

Faserkunde

Angora-Wolle stammt von den Angorakaninchen, dessen feine, weiche Haare innen hohl sind und besonders gut wärmen. Angora ist leicht und flauschig. Die Haare des Angorakaninchens werden als Angora verkauft

 

Alpaka-Wolle wird vom Südamerikanischen Alpaka (Schafkamelart) gewonnen. Alpakahaare reflektieren das Licht und erhalten dadurch einen edlen Glanz. Alpaka-Wolle ist angenehm leicht, warm, formbeständig, anschmiegsam und langlebig. Ein Alpaka gibt nur alle 2 Jahre ca. 4kg Wolle pro Schur, das macht dieses Garn sehr exklusiv.

 

Es gibt verschiedene Arten von Baumwolle. Mako-Baumwolle kommt aus Ägypten und gilt als eine der hochwertigsten Baumwollarten. Die Mako-Baumwolle ist sehr hell, fein und weich, glänzend und reißfest.

Bei der Herstellung durchläuft das Garn mehrere Reinigungsprozesse. „Gekämmt“ ist einer davon, in welchem Unreinheiten und kurze Fasern entfernt werden. Dadurch wird die Baumwolle schön weich.

Mercerisieren ist ein Veredelungsprozess, in welchem die Baumwolle mit starken Laugen bei gleichzeitigen Strecken behandelt wird. Dies dient zur Verbesserung von Glanz, Farbaufnahmevermögen, Dehnung, Elastizität und Festigkeit der Baumwolle.

Gasieren ist ein weiterer Veredelungsprozess, in welchem herausragende Faserenden durch Hitzeeinwirkung (Gasflammen) entfernt werden. Dadurch erhält das Baumwollgarn eine glatte und klare Oberfläche.

Eine Superwash-Ausrüstung ist ein Veredelungsverfahren, welches das Verfilzen der Wolle beim Waschen verhindert. Diese Ausrüstung ist dauerhaft und verändert nicht ihre Eigenschaften.

 

Kaschmir ist eine der kostbarsten und edelsten Fasern, die durch Auskämmen des Flaumhaares der Kaschmirziege gewonnen wird. Pro Jahr und Tier liegt die Ausbeute bei ca. 100g Wolle. Daher ist Kaschmir die teuerste Faser und wird meist mit anderen Wollarten vermischt. Kaschmir wärmt sehr gut, ist leicht, hat einen seidigen Glanz und einen weichen Griff.

 

Als Lambswool wird die Wolle jener Lämmer vermarktet, die jünger als sechs Monate sind und das erste Mal geschoren wurden.Die Wolle von Lämmern ist sehr fein und weich.

 

Die Flachs- oder Leinenfaser wird aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnen. Es handelt sich um eine Bastfaser. Leinen nimmt bis zu 35% Luftfeuchtigkeit auf und tauscht diese auch schnell mit der Umgebungsluft aus. Die Reißfestigkeit macht das Leinen scheuerfest und strapazierfähig. Die Leinenfaser ist glatt, flusenfrei sowie schmutzabweisend und hat einen natürlichen Glanz.

 

Die hochwertige Merino-Schurwolle wird von Merino-Schafen gewonnen. Aufgrund der kurzen Haare der Schafe kratzt Merino-Schurwolle weniger als normale Schurwolle. Merino-Schurwolle ist daher fein, weich und angenehm auf der Haut.

 

Mohair werden die langlockigen, glänzenden, weißen Haare der Angora-/Mohairziege genannt. Diese Naturfaser ist die leichteste Faser und daher sehr kostbar. Mohair zeichnet sich durch Leichtigkeit und einen schmeichelnden, zarten und flauschigen Griff aus.

 

Polyamid / Polyacryl / Polyester: Alle drei Arten sind vollsynthetische Fasern. Sie garantieren hohe Formbeständigkeit, Reiß- und Scheuerfestigkeit und sind pflegeleicht.

 

Seide ist ein hochwertiges Naturprodukt, welches aus dem Kokon der Seidenraupe gewonnen wird. Edle Seide besitzt einen typischen Glanz, hohe Festigkeit, gute Dehnbarkeit, hohe Feuchtigkeitsaufnahme, gutes Isolationsverhalten, einen weichen, geschmeidigen Griff und ist angenehm auf der Haut.

 

Viskose kommt aus der Natur. Ausgangsmaterial ist die natürliche Cellulose, welche aus Holz (z.B. Bambus) gewonnen und dann chemisch zu einer Faser verarbeitet wird. Viskose ist weich, geschmeidig und angenehm kühl auf der Haut.

 

Das in Zentralasiens Hochgebirgen beheimatete Yakrind verfügt über sehr feines Bauchhaar, was von Hand gekämmt und anschließend zum Wollgarn versponnen wird. Um den Verlust des Flaums zu verhindern, wird oft bereits vor der Schur im April der Flaum ausgekämmt. Die Wolle ist ausgesprochen reißfest, bleibt dabei aber elastisch. Zudem ist sie sehr leicht, weich, wärmend und feuchtigkeitsregulierend.Der Flaum der weissen Yaks ist äußerst fein und gleicht qualitativ der Feinwolle der Kaschmirziege.